Android und Apple Betriebssystem© i12 GmbH

Betriebssysteme für PC, Smartphone & Co.: Welches eignet sich für wen?

Ein Betriebssystem ist auf jedem Computer oder mobilem Gerät vorhanden. Sei es Windows, macOS oder Linux bzw. Android oder iOS. Wir geben einen kurzen Überblick über jedes Betriebssystem.

Ohne Betriebssystem lässt sich kein Computer, Smartphone, Tablet & Co. benutzen. Denn ein Betriebssystem besteht aus einer Sammlung verschiedener Programme, die über eine grafische Benutzeroberfläche erst einen Zugriff auf Festplatten, Arbeitsspeicher sowie die Nutzung von Ein- und Ausgabegeräten wie Monitore, Touchscreen, Tastatur und Maus ermöglicht. Sowohl bei Desktop-Rechnern und Notebooks als auch bei Smartphones und Tablets ist die Zahl der aktiv genutzten Betriebssysteme allerdings recht übersichtlich. Einige wenige Lösungen dominieren den Markt. Wir geben einen Überblick.

Betriebssysteme für Computer und Notebooks

Microsoft Windows

Windows

Das weltweit führende Betriebssystem auf Desktop-Rechnern und Laptops ist Windows von Microsoft. Die erste Version von Windows, Microsoft Windows 1.0, wurde am 20. November 1985 veröffentlicht. Die ersten Versionen dienten zunächst als grafische Benutzeroberfläche für Rechner mit dem noch älteren MS DOS-System. Im Laufe der Jahre wurde der Umfang von Windows zunehmend größer, auch die Computer wurden leistungsfähiger. Windows-Versionen wie Windows 95, Windows 98, Windows XP und Windows 7 verbreiteten sich rasch rund um den Globus. Windows 10 wurde am 29. Juli 2015 veröffentlicht und ist die aktuelle Betriebssystem-Version von Microsoft, die allerdings schon mehrere größere, kostenlose Updates erfahren hat. Im Mai 2019 kamen die verschiedenen Windows-Versionen laut Zahlen von Statista auf einen weltweiten Anteil von rund 88 Prozent an den Betriebssystemen für Computer. Auf Windows 10 entfielen alleine fast 46 Prozent.

Für wen eignet sich Windows? Aufgrund der großen Verbreitung von Windows ist das Angebot an Software sehr groß - sowohl für die private Nutzung als auch für den geschäftlichen Einsatz. Windows unterstützt sowohl Office-Anwendungen, erlaubt die Internetnutzung per Browser oder auch das Spielen von Computer-Games. Wer auf eine breite Auswahl an Programmen aller Art Zugriff haben möchte, sollte zu Windows greifen. Auch die Unterstützung unterschiedlichster Hardware durch Windows ist groß. Und man kann zwischen zahlreichen PC- und Notebook-Modellen diverser Hersteller mit unterschiedlichen Konfigurationen wählen. Allerdings finden sich immer wieder Sicherheitslücken in dem Microsoft-Betriebssystem. Monatlich veröffentlicht Microsoft Sicherheitsupdates, um Schwachstellen in Windows zu beheben. Der Einsatz einer Schutzlösung in Form eines Anti-Viren-Programms ist daher bei Nutzung von Windows ratsam.

macOS

Mac OS

Seit 1997 nennt Apple das Betriebssystem für seine Macintosh-Rechner Mac OS, das später unter Mac OS X, OS X und ab 2016 unter macOS firmierte. Ein eigenes Betriebssystem bot Apple bereits seit 1984 als System-Software an. Das Betriebssystem des US-Konzerns ist exklusiv Apple-Computern vorbehalten, dadurch hat der Mac- und iPhone-Hersteller ein geschlossenes Ökosystem geschaffen. Dies hat einen großen Vorteil: Apple hat die Kontrolle sowohl über die Hardware als auch über die Software, was erheblich mehr Sicherheit bietet. Dennoch liegt Apple bei der Verbreitung von Mac OS X weit abgeschlagen hinter Windows zurück. Im Mai 2019 kamen die Versionen von Mac OS X 10.10 bis Mac OS X 10.14 insgesamt auf einen weltweiten Anteil von rund 9 Prozent. Dies dürfte teils aber auch an der relativ teuren Hardware im Vergleich zu Windows-Rechnern liegen.

Für wen eignet sich Mac OS X? Die Bedienung von macOS und damit von Mac-Rechner ist quasi selbsterklärend und übersichtlich, Apple macht es den Käufern seiner Geräte einfach. Beliebt sind Apple-Notebooks unter anderem bei Kreativen und Studenten, auch wegen des Designs. Zu beachten ist, dass man sich auf der anderen Seite durch das eigene Ökosystem auch von Apple abhängig macht, gerade wenn man mehrere Apple-Geräte besitzt. Neue Versionen von MacOS lassen sich kostenlos installieren, solange sie vom entsprechenden Mac oder MacBook unterstützt werden. Wer nicht auf Windows verzichten möchte: Das Microsoft-Betriebssystem lässt sich per Software Boot Camp auch auf einem Apple-Rechner installieren und parallel nutzen.

Linux

Linux

Linux ist ein Open-Source-Unix, das 1991 in Finnland von Linus Torwald entwickelt wurde. Linux ist jedoch nur der Kern des Betriebssystems, darum herum sammelten sich schnell verschiedene Unix-Programme, die für Linux portiert wurden. Der große Durchbruch bei privaten Nutzern blieb für Linux aber aus: Im Mai kam das Open-Source-System nur auf einen weltweiten Marktanteil von 1,37 Prozent. Viele Webseiten beispielsweise werden aber auf einem auf Linux basierenden Webserver gehostet.

Für wen eignet sich Linux? Trotz stetig verbesserter grafischer Benutzeroberflächen bleibt Linux eher ein System für experimentierfreudige Bastler und Experten. Es gibt nicht nur ein Linux, sonder verschiedene Distributionen. Bekannte Programme wie Firefox, Thunderbird, Chrome, Libre Office und Open Office, Gimp & Co. gibt es auch für Linux. Es besteht aber keine Garantie dafür, dass auch die komplette Hardware unterstützt wird. Der Vorteil von Linux ist die Sicherheit und Stabilität. Ein Großteil der Software für Linux ist kostenlos verfügbar, ebenso wie Linux selbst.

Betriebssysteme für Smartphones und Tablets

Android

Android

An Googles Betriebssystem Android kommen Nutzer von Smartphones und Tablets kaum vorbei. Immerhin fand sich Android im Mai 2019 weltweit auf rund 75 Prozent der mobilen Geräte. Es ist zwar ein Open-Source-System, doch die Verbindung mit Google ist offensichtlich. Etliche Google-Produkte wie der Internet-Browser Chrome, Google Maps, Mailanwendungen & Co. sind mit an Bord. Zudem gibt es mit Google Play einen eigenen App Store mit einer großen Zahl an kostenfreien und kostenpflichtigen Anwendungen für Android.

Für wen eignet sich Android? Während das reine Android vor allem auf Googles eigenen Smartphones zu finden ist, nutzen die anderen Smartphone-Hersteller meinst eine eigene Benutzeroberfläche für Android. Dadurch dauert es in der Regel etwas, bis die Hersteller aktuelle Android-Updates für ihre Geräte bereitstellen können. Aufgrund der Vielzahl der Hersteller und Geräte finden sich in Android auch immer wieder Sicherheitslücken. Regelmäßige Updates sollen solche Schwachstellen schließen. Ein Virenscanner ist bei Nutzung von Android ratsam. Android-Smartphones gibt es in einer großen Vielfalt: Von günstigen Einsteiger-Geräten für unter 100 Euro bis hin zu teuren Premium-Modellen.

iOS

Apple iOS

Als einzige bedeutende Alternative unter den mobilen Betriebssystemen gilt Apples iOS. Dieses fand sich im Mai 2019 weltweit auf fast 23 Prozent der mobilen Geräte. Apple stattet seine iPhones und iPads mit iOS aus. Es handelt sich um ein geschlossenes System, die Kontrolle und Entwicklung liegt beim iPhone-Hersteller Apple selbst. Daher ist iOS auch relativ sicher. Aktuelle iOS-Versionen werden recht lange auch noch für alte Geräte bereitgestellt. Erst wenn deren technische Ausstattung eine Unterstützung nicht mehr ermöglicht, müssen Nutzer auf das aktuelle iOS verzichten. Das ist ein Vorteil gegenüber Android. Selbst Top-Smartphones erhalten meist nur zwei größere Android-Updates.

Für wen eignet sich iOS?

Als Apple-Kunde hat man mit einem iPhone oder iPad gar nicht die Wahl: iOS ist schon da. Das Betriebssystem wird von Nutzern vor allem wegen der recht einfachen Bedienung geschätzt. Auch der Funktionsumfang ist groß. Im eigenen App Store stehen zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Apps zur Wahl. Geräte mit iOS sind in der Regel teurer als Android-Geräte.

Weitere mobile Betriebssysteme

Andere mobile Betriebssysteme sind im weltweiten Vergleich hinsichtlich ihres Marktanteiles laut Statistischem Bundesamt inzwischen quasi unbedeutend (Stand Mai 2019):

  • Symbian Nokia Series 40: 0,27 Prozent
  • Windows: 0,24 Prozent
  • Samsung: 0,22 Prozent
  • BlackBerry OS: 0,04 Prozent
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