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Cyber Monday: Shopping-Tag mit satten Rabatten

Der Cyber Monday ist einer der größten Shopping-Tage des Jahres. Dieser verkaufsintensive Montag ist noch recht jung. Händler verzeichnen an diesem Tag besonders hohe Gewinne, während sich Käufer – meist – über niedrige Preise freuen können.

Was ist der Cyber Monday?

Im Grunde handelt es sich um eine US-amerikanische Tradition: Dort gilt der Black Friday als umsatzstärkster Tag, der gleichzeitig die Zeit des Weihnachtsgeschäfts einläutet. Von diesem Tag bekam der Online-Handel jedoch länger nichts mit – bis man sich entschieden hat, die Tradition auch ins Netz auszuweiten. In Deutschland angekommen ist dieser Brauch 2010, als Amazon den ersten Cyber Monday veranstaltet hat. Die Rabatt-Aktionen kamen beim Händler und auch bei Kunden gleichermaßen gut an, sodass inzwischen sehr viele Onlineshops auf diesen Zug aufgesprungen sind. Von Mode über Technik bis zu Fotografie wird hier alles rabattiert, was sich in irgendeiner Weise für den Versandhandel eignet.

Wirklich nur ein Montag?

Entgegen des Namens bieten viele Händler und auch Amazon inzwischen nicht nur an einem einzigen Tag, sondern über eine ganze Woche Rabatte an. Der Cyber Monday als Tag gilt damit immer noch, aber gute Rabatte können Käufer auch an den Tagen vorher und nachher erwarten. Dafür haben sich auch schon neue Namen gefunden, wie etwa die "Black Week" in Anlehnung an den Black Friday oder auch die "Countdown Week" oder die "Cyber Monday Woche", um auf den nächsten Montag hinzuweisen. Nicht jeder Händler hält sich also wirklich an den Montag von 0:00 Uhr bis 0:00 Uhr. Bei einigen geht es später los, andere lassen die Angebote länger laufen.

Ist der Cyber Monday eine Gefahr für den Einzelhandel?

Viele Einzelhändler sehen den Cyber Monday als potenzielle Gefahr: Sie können nicht mit den Preisen konkurrieren, den die großen Onlineshops anbieten. Das führt dazu, dass das Weihnachtsgeschäft zwar nach wie vor große Gewinne einfährt – aber diese an vielen kleineren Geschäften vorbeigehen. Fehlen jedoch der November und Dezember als Einnahmequellen, führt dies zu ernsthaften Problemen bis hin zu existenzgefährdenden Einbußen. Ob dies wirklich nur dem Cyber Monday anzulasten ist, oder ob nicht die generelle Krise des Einzelhandels verantwortlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Auch am Cyber Monday Preise vergleichen

Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung der Preise. Abhängig vom Angebot orientieren sich Händler nämlich an UVP-Preisen, um anschließend besonders hohe Rabatte präsentieren zu können. Ein Produkt, das beispielsweise in der UVP 100 Euro kostet und an diesem Montag für 60 Euro angeboten wird, könnte mit 40 Prozent Rabatt angepriesen werden. Kostet das Produkt in der Regel aber nur 70 Euro, würde der Prozentwert deutlich geringer ausfallen – und damit auch der Werbeeffekt verpuffen. Daher gilt: Bei verlockenden Angeboten sollten Sie vorher immer zuerst prüfen, für wie viel Geld das Produkt vorher erhältlich war und was es aktuell bei anderen Shops kostet. Preissuchmaschinen sind hier eine große Hilfe.

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