Datenschutz© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Thema Datenschutz ist aktueller denn je

Datenschutz ist ein weites Feld und wird mit der Fortentwicklung des Internets relevanter denn je. Doch oft gehen Verbraucher selbst sehr locker mit ihren persönlichen Daten um - sei es in sozialen Netzwerken oder bei Gewinnspielen.

Datenschützer werden vermehrt auf den Plan gerufen, um Für und Wider abzuwägen sowie Verbraucher vor neuen Maschen zu schützen. Denn die persönlichen Daten eines Einzelnen sind heutzutage sehr vielen Menschen bares Geld wert. Denn ganz gleich, ob große, bekannte Firmen dahinter stecken oder Betrüger: das Geschäft mit diesen individuellen Angaben lohnt sich vor allem finanziell. Gleichzeitig hat dies in der Regel unerfreuliche Folgen für den Verbraucher - dabei ist er meist selbst Schuld an der Misere.

Verbraucher gehen mit eigenen Daten oft lax um

Ob mittels "PayBack", Gewinnspiele oder den persönlichen Austausch bei Facebook & Co., in der heutigen, digitalen Welt werden Daten sehr viel schneller hinterlassen als zu anderen Zeiten. Ein Fakt, der Datenschutz nicht unbedingt vereinfacht. Wer Angaben zu seiner Person macht, sprich Namen und Adresse, Geburtsdatum und Familienstand, etc. preisgibt, sollte sich vorher im Klaren darüber sein, wofür er oder sie dies macht. Schon für das Sammeln so genannter Bonuspunkte bedarf es zahlreicher Auskünfte, die freiwillig einem Unternehmen zur Verfügung gestellt werden – nur, um vermeintliche geldliche Vorteile zu erhalten.

In Sozialen Netzwerken verhält es sich nochmal anders. Nicht nur, dass hier wer will, sich öffentlich "ausziehen" kann. In Sachen Datenschutz wird vor allem bemängelt, dass viele Nutzer gar nicht wissen, welche ihrer Daten letzten Endes bei den Betreibern landen und welche nicht. So oder so ruft das Preisgeben von Intimitäten Kriminelle auf den Plan, die mit jenen Angaben – vor allem über das Internet – großen Schaden anrichten können. Die Tatbestände reichen von Bestellungen auf falschen Namen bis hin zu Rufmord.

Datenschutz selbst dem Staat ein Anliegen

Dabei ist der Datenschutz in Deutschland ein besonders hoch geschätztes Gut und im Gesetz verankert. Hierzulande müssen die wenigsten Daten gezwungenermaßen abgegeben werden. Das geht soweit, dass man sich im Bundestag jahrelang nicht über eine Datenvorratsspeicherung einigen konnte. Zwar würde diese helfen, Verbrechen schneller aufzulösen oder gar zu verhindern. Aber der Großteil der unschuldigen Bürger könnte so ebenfalls "ausspioniert" werden. Zudem ist die Angst vor Missbrauch dieser Daten hoch. Auch das Abhören von Telefonen, das Einklinken in Mobiltelefone, etc., sind selbst dem Staat nur in Ausnahmefällen gestattet und müssen genehmigt werden.

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