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Facebook: Der Gigant unter den Online-Netzwerken

Das Online-Netzwerk Facebook ist das bekannteste seiner Art. Etwa zwei Milliarden Nutzer sind weltweit bei Facebook registriert, mehr als die Hälfte nutzt das soziale Netzwerk jeden Tag.

2004 begann die Geschichte des Unternehmens zunächst als Gemeinschaftsportal für Studierende der Harvard-Universität. Nach großem Erfolg auch bei anderen Zielgruppen entwickelte sich die Plattform jedoch nach und nach zu einem weltweit in mehr als 80 Sprachen vertretenen Netzwerk, das der Facebook Inc. im zweiten Quartal 2017 fast vier Milliarden Dollar Gewinn einbrachte. Viele Mitglieder sehen den Vorteil ihrer Mitgliedschaft bei Facebook darin, dass sie dort internationale Kontakte wiederfinden können.

Mit Facebook wächst auch die Kritik

Immer wieder steht das Unternehmen wegen unzureichenden Datenschutzes in der Kritik. Mit personalisierter Werbung und immer größerer Einbindung der User in werbestrategische Inhalte verschwinde nicht nur mehr und mehr ihre Privatsphäre, auch würden sensible Daten immer häufiger verwendet und veröffentlicht, warnen Datenschützer. Mit der zunehmenden Einbindung von Facebook-Like-Buttons auf anderen Webseiten werden zum Beispiel auch Informationen außerhalb des Netzwerkes erfasst. Surft ein Facebook-Nutzer gleichzeitig auf Facebook und auf Seiten, die den Button auf ihrer Seite eingebunden haben, so kann Facebook das jeweilige Surfverhalten einem Profil zuordnen. Auch Daten von Nicht-Mitgliedern könnten somit aufgenommen werden. Immer wieder kommt es daher zu Auseinandersetzungen mit den jeweiligen nationalrechtlichen Datenschutz-Vorgaben.

Warum man sich über Facebook informieren sollte

Vielen Facebook-Mitgliedern ist oftmals nicht bewusst, welche ihrer Daten von wem gesehen und verwendet werden können. Aber auch Nicht-Mitglieder befinden sich bereits in dessen Datennetz, auch wenn sie nie dort ein Profil hatten. Schlagzeilen machte beispielsweise der Facebook-Freundefinder. Wer Bekannte hatte, die den Freundefinder nutzten, konnte bereits bei Facebook über die E-Mail-Adresse bekannt sein. Nach der Anmeldung konnte man dann direkt zugehörige Freunde finden. Verbraucherschützer und sogar der Bundesgerichtshof schritten ein, die Funktion existiert so nicht mehr.

WhatsApp, Instagram und Fake News

Sorgen um den Datenschutz wurden zudem vom Kauf der Apps WhatsApp und Instagram befeuert. Viele Verbände von Daten- und Verbraucherschützern bieten Informationsmaterial und Leitfäden an, um den User über die Relevanz und sichere Nutzung seiner Daten aufzuklären. Mit den richtigen Einstellungen, die allerdings nicht immer leicht zu finden sind, kann eine Veröffentlichung von privaten Daten im Netzwerk verhindert werden. Ein weiteres großes Problemfeld im schnelllebigen Social-Media-Netzwerk ergibt sich aus der Verbreitung von gefälschten Nachrichten und Hassrede. Hier ist Facebook zunehmend gefragt, entsprechenden Einträgen nachzugehen und diese zu löschen.

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