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Frequenzen für den Mobilfunk in Deutschland im Überblick

Steht die Einführung eines neuen Mobilfunkstandards an, so werden stets entsprechende Frequenzen benötigt. Dies ist etwa auch bei 5G der Fall. Doch nicht alle Frequenzen bieten die gleiche Abdeckung und sind nicht überall gleich gut einsetzbar.

Sie sind für den Mobilfunk unverzichtbar und heiß begehrt bei Mobilfunknetzbetreibern: Frequenzen. Die Übertragung von Datensignalen erfolgt über elektromagnetische Wellen in bestimmten Frequenzbereichen. Im Rahmen von Frequenzversteigerungen zahlen die Netzbetreiber häufig Milliardenbeträge, um sich Frequenzen zu sichern. 2015 etwa erzielte der deutsche Staat durch die Versteigerung von LTE-Frequenzen Erlöse von 5,08 Milliarden Euro. Freie Frequenzen werden etwa auch für den neuen Mobilfunkstandard 5G benötigt. Doch welche Unterschiede gibt es bei Frequenzen und wo lassen sich welche Frequenzen nutzen?

Welche Frequenzen werden in Deutschland für die mobile Datenübertragung genutzt?

Die mobile Datenübertragung erfolgt über zur Verfügung gestellte Frequenz-Bereiche. Eine Zuweisung von Frequenzen ist erforderlich, da auch Fernsehen, Radio oder Polizeifunk bestimmte Frequenz-Bereiche nutzen. Außerdem gilt für Mobilfunk-Frequenzen eine Regulierung durch den Staat. Diese sieht etwa Auflagen bei der Nutzung der Frequenzen vor. Federführend bei der Vergabe von Frequenzen ist die in Bonn ansässige Bundesnetzagentur.

Hierzulande setzen die Mobilfunknetzbetreiber für die Datenübertragung auf verschiedene Frequenzen etwa in den Bereichen 700 MHz, 800 MHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Für 5G sollen neue Frequenzen im Bereich zwischen 3,4 und 3,7 GHz und im 2 GHz-Bereich versteigert werden.

Welche Frequenz für welche Abdeckung?

Nicht jede Frequenz ist gleich gut für die Versorgung von Haushalten in der Stadt oder auf dem Land geeignet. Hohe Frequenzen über 2,5 GHz sind zwar leistungsstark, können viele Gegenstände aber nur auf einer vergleichsweise kleinen Fläche versorgen. Sprich: Die Reichweite ist stark begrenzt. Die für 5G neu zu vergebenden Frequenzen zwischen 3,4 und 3,7 GHz sollen nach Angaben des Mobilfunknetzbetreibers Vodafone bestenfalls eine Reichweite von etwas mehr als drei Kilometern bieten.

  • Frequenzen über 2,5 GHz: Sie sind optimal vor allem für die Vernetzung in Großstädten. Für den Ausbau auf dem flachen Land sind diese Frequenzen nicht geeignet . Es seien erheblich mehr Mobilfunkmasten als bislang erforderlich, wenn man mit diesen Frequenzen ein bundesweit flächendeckendes Mobilfunknetz errichten
  • Frequenzen von 1 bis 2,5 GHz: Diese eignen sich für die Versorgung von Vorstädten, Gemeinden und Industriegebieten mit schnellem Internet per Mobilfunk. Die Frequenzen im mittleren Bereich des Frequenzspektrums können größere Flächen abdecken.
  • Frequenzen unter 1 GHz: Niedrige Frequenzen sind für den Mobilfunk-Einsatz von größeren Flächen gut geeignet. Daher werden diese insbesondere in ländlichen Regionen genutzt. Die Frequenzen dringen auch hinter dicke Betonwände und ermöglichen selbst dann noch eine Datenübertragung. Nachteil: Über diese Frequenzen lassen sich etwas geringere Bandbreiten realisieren, auch die Latenzzeiten sind laut Vodafone nicht ganz so gut wie beim Einsatz höherer Frequenzen.

Aufrüstung des Mobilfunknetzes für 5G

Für den neuen Mobilfunkstandard 5G werden viele neue Mobilfunkmasten benötigt. Die Mobilfunknetzbetreiber rüsten zusätzlich auch bereits bestehende Mobilfunkmasten mit neuer Technik auf, so dass diese für die 5G-Nutzung fit sind. Die LTE-Stationen werden nach Angaben von Vodafone schrittweise 5G-fähig werden.

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