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Google Lens: Bilder analysieren mit künstlicher Intelligenz

Google Lens nutzt künstliche Intelligenz, um Objekte, die per Kamera erfasst werden, zu analysieren. So können beispielsweise zusätzliche Informationen bereitgestellt werden oder Daten erkannt und abgespeichert werden.

Ist die Rede von Google Lens, dann ist damit eine Anwendung von Google gemeint, die künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Bilder zu erkennen und zu analysieren. Zum Beispiel erfährt man so mehr über eine Sehenswürdigkeit, man kann Pflanzen identifizieren oder Informationen zu einem Buch und seinem Autor aufrufen. Dazu muss das Objekt einfach nur vor die Kameralinse des Smartphones gehalten werden.

Grundsätzlich steht Google Lens als eigenständige App bei Google Play zur Verfügung, die mittlerweile mit den meisten Smartphones ab Android 6.0 kompatibel sein sollte. Das Feature ist aber auch in Google Fotos und im Google Assistant integriert. Über Google Fotos haben auch iOS-Nutzer Zugang zu Lens.

Beispiele: Das kann Google Lens

Google Lens© Google
  • Text erkennen: Google Lens erkennt Adressen, Telefonnummern und Datumsangaben und bietet direkt an, Daten von einer Visitenkarte in die Kontakte zu übertragen oder einen Termin in einen Kalender.
  • Produkte identifizieren: Ob Bücher, Schokolade oder Handcreme: Scannt man den Barcode, dann werden direkt Informationen dazu eingeblendet und es wird angeboten im Web danach zu suchen oder zu shoppen.
  • Sehenswürdigkeiten erkennen: Unbekannte Gemälde, Attraktionen oder Gebäude, über die man mehr erfahren möchte, kann man mithilfe von Google Lens identifizieren. Einfach das Objekt vor die Linse halten und drauftippen, schon erfährt man, was man da vor Augen hat.
  • Pflanzen und Tiere: Wenn man zum Beispiel beim Waldspaziergang eine schöne Blume sieht oder wissen will, welche Zimmerpflanze man da eigentlich stehen hat, kann man einfach den Dienst von Google starten und mehr erfahren.

So aktiviert man Google Lens

Bei Android-Smartphones nutzt man das Feature direkt über die Lens-App oder über den Google Assistant. Dazu wird dieser aufgerufen (beispielsweise durch längeres Drücken der Startbildschirmtaste), der Befehl "Google Lens" ausgesprochen und dann unten in der Mitte auf das entsprechende Google-Lens-Icon getippt. Nun startet die Kamera und die Analyse kann beginnen. Wer ein Pixel-Smartphone besitzt, der kann den Dienst auch innerhalb der Kamera-App verwenden. Auch hier muss lediglich auf das entsprechende Icon gedrückt werden.

Bei Google Fotos ist die Funktion ein wenig eingeschränkt. Hier kann man nämlich nicht auf die Kamera zugreifen, sondern nur bereits am Smartphone gespeicherte Bilder analysieren. Einfach die App öffnen, ein Bild auswählen und auf das Google-Lens-Symbol in der Menüleiste tippen. Diese Einschränkung gilt insbesondere für iOS-Nutzer, denn die eigenständige App oder den Google Assistent gibt es für Apple-Geräte nicht.

Das sind die Konkurrenten von Google

Da die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz für viele Nutzer interessant sind, wollen auch andere Hersteller etwas vom Kuchen haben. Microsoft ist einer der Kandidaten, die mit "Visual Search" Ähnliches auf den Markt gebracht haben. Visual Search findet sich in der Bing-App oder auch in der Suchleiste auf dem Desktop. Auch Samsung lässt sich die Chance nicht entgehen und versucht es mit Bixby. Genauer gesagt mit Bixby Vision, das in die Kamera-App integriert wurde. Auch hier kann man unter anderem einen QR-Code scannen oder die Linse auf ein Objekt richten, um mehr darüber zu erfahren.

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