Google Maps Logo© Google Inc.

Mit Google Street View Städte erkunden

Googles Online-Dienst Street View ermöglicht die virtuelle Erkundung von Städten und Landschaften rund um den Globus. Dazu haben Google-Kameraautos 360-Grad-Aufnahmen der Straßen erstellt. Der auf dem Kartendienst Google Maps basierende Dienst ist aber in Deutschland wegen der Datenschutzproblematik nicht unumstritten.

Google Street View ist ein Online-Dienst des US-Konzerns Google, der sowohl via Webseite als auch App erreichbar ist. Das Angebot greift auf Google Maps zu und erlaubt es dem Anwender, Straßen und andere Umgebungen virtuell zu begehen. Ziel ist es, eine verbesserte Orientierungshilfe vor Ort zu geben, indem Straßendaten aus der Perspektive der Nutzer angezeigt werden (und nicht als Straßenkarte aus der Vogelperspektive).

Aufbau von Google Street View

Damit der Dienst überhaupt funktioniert, müssen vorher von Google mit speziellen Kameras präparierte Fahrzeuge die entsprechenden Straßen entlangfahren (heute kommen auch Fahrräder und gelegentlich Fußgänger zum Einsatz, um etwa Bilder aus Parkanlagen aufzunehmen). Diese Kameras fertigen 360°-Aufnahmen im Panoramamodus an. Die Kamera sowie einige Lasermessgeräte werten alle Bilddaten aus und wandeln sie in Informationen um, die Google Maps verwenden kann. Der Nutzer kann anschließend innerhalb von Google Maps das Street View-Programm an einem beliebigen Ort starten, der von Google bereits kartografiert wurde. Innerhalb der dreidimensionalen Ansicht darf sich der Nutzer dann relativ frei bewegen. Die Nutzung ist auf allen denkbaren Geräteklassen möglich und benötigt keine Computer mit hoher Leistung.

Verbreitung von Google Street View

Eine gute Abdeckung durch Google Street View findet sich vor allen im Ländern in Europa sowie in Nordamerika, Australien und an der südlichen Spitze von Südamerika. In Afrika sowie asiatischen Ländern wie China, Indien oder Nordkorea ist Google Street View dagegen nur teilweise oder gar nicht nutzbar. Ausgerechnet Deutschland bietet ebenfalls nur eine teilweise Erreichbarkeit durch den Dienst, was auf den strengen Datenschutz hierzulande zurückzuführen ist. Praktisch alle anderen großen europäischen Länder sind den Deutschen in diesem Punkt voraus – wobei streitbar ist, ob dies gut oder schlecht ist. In Zukunft wird mit einem Anstieg der Verfügbarkeit gerechnet, allen voran in vielen afrikanischen Ländern, wo Google Street View noch kaum eine Rolle spielt.

Google Street View und die Privatsphäre

Da die Kameras der Google-Fahrzeuge permanent Informationen sammeln und diese öffentlich im Internet bereitstehen, gibt es Bedenken bezüglich der Privatsphäre. Daher macht Google z.B. Gesichter, Nummernschilder, Schilder an Briefkästen und ähnliche Informationen unkenntlich, aus denen persönliche Daten gewonnen werden könnten. In Deutschland können beispielsweise auf Antrag der Besitzer auch komplette Gebäude entsprechend anonymisiert werden. Diese Praxis ändert sich von Land zu Land, da immer die Datenschutzbestimmungen vor Ort entscheiden, und nicht etwa das US-amerikanische Recht, obwohl Google ein US-amerikanisches Unternehmen ist. Findet eine Person Informationen, die sie nicht veröffentlicht sehen möchte, kann sie bei Google darauf aufmerksam machen und Widerspruch einlegen – aber nicht automatisch auf Kooperation hoffen.

Besondere Aktionen von Google Street View

Aufmerksamkeit bekommt Googles Dienst durch gelegentlich stattfindende Sonderaktionen. Beispielsweise hat der Kartendienst inzwischen Material vom Mars eingespielt, nachdem Roboter von dort Fotos zurückgesendet hatten. Auch das Betreten großer Fußballstadien ist zu bestimmten Großereignissen wie Weltmeisterschaften möglich – ebenso wie Touren durch Bergketten oder auch Zeitreisen. In letzterem Fall bietet Google Street View einen Button an, der eine bestimmte Gegend in aktuellem Zustand und so wie beispielsweise 1940 zeigt. Auch das Erkunden von Museen ist teilweise möglich, was es Interessenten einfacher macht, virtuelle Touren zu unternehmen und praktisch von Zuhause aus Informationen zu sammeln. In Zukunft werden diese Aktionen weiter ausgebaut.

News zum Thema
  • Lenovo PHAB2 Pro
    "Project Tango"

    PHAB2 Pro: Lenovo zeigt Augmented-Reality-Smartphone

    Lenovo setzt bei seinem neuen LTE-Smartphone PHAB2 Pro erstmals die "Tango"-Technologie von Google ein. Dadurch kann das Mobiltelefon Augmented Reality nutzen. AR-Gaming und weitere Anwendungen werden möglich.

    weiter
  • Geschäft
    Chat & Co.

    Umfrage: Kontakt lieber persönlich oder online?

    Einer Umfrage zufolge denken nur 13 Prozent der Deutschen, dass ein Online-Kontakt genauso gut sein kann wie ein persönliches Treffen. Deutschland ist damit unter 22 Ländern dasjenige, in dem der persönliche Kontakt im Vergleich am meisten geschätzt wird.

    weiter
  • Google
    Mongolei

    Street View: Mit Pferdeschlitten durch die Steppe

    Google startet seinen Straßenbilderdienst Street View auch in der Mongolei. Die Aufnahmen in dem dünn besiedelten Land wurden teilweise mithilfe von Pferdeschlitten durchgeführt. Google will helfen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

    weiter
Top