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Internetanschluss – welche Variante darf es sein?

Ohne Internetanschluss können sich viele die Welt nicht mehr vorstellen. Realisieren kann man diesen über zahlreiche Techniken. Ob es nun der klassische DSL-Tarif, der Kabelanschluss oder das blitzschnelle LTE sein soll – lesen Sie hier mehr über die Wahlmöglichkeiten.

Der Siegeszug des Internets

Seinen Siegeszug trat das Internet erst mit dem Aufkommen von DSL an. So war der Informationsaustausch übers Internet Anfang der 90er noch sehr gering. Im neuen Jahrhundert flossen bereits über 50 Prozent der Informationen aller Telekommunikationsnetze übers www. Spätestens nach 2010 dominierte das Internet die Telekommunikationstechnik deutlich. In Deutschland haben rund 93 Prozent der Haushalte einen Internetzugang, in Island sind es über 95 Prozent.

Wo immer mehr Daten sind, muss sich auch die Technik fortentwickeln. So gibt es heute nicht nur eine Möglichkeit, einen Internetanschluss zu erhalten, sondern mehrere: So kann man beispielsweise zwischen DSL, Satellit, Mobilfunk oder TV-Kabel wählen.

Der Klassiker: Internetanschluss via DSL

Am bekanntesten ist wohl der Internetanschluss über die DSL-Leitung. Bei DSL gibt es Tarife, die nach Geschwindigkeit gestaffelt werden. DSL 2000 bedeutet beispielsweise zwei Megabit (2000 Kilobit) die Sekunde im Download. Theoretisch reicht diese Geschwindigkeit für den Normalnutzer, welcher ein wenig im Netz surfen möchte und E-Mails abruft, vollkommen. Aufgrund der voranschreitenden Technik gibt es jedoch nur noch wenige Tarife mit dieser Geschwindigkeit. Der durchschnittliche Internetnutzer entscheidet sich mindestens für DSL 6000 oder 8000, wer keine Lust hat, lange auf das Laden bestimmter Internetseiten zu warten, sucht nach DSL 16000. Über DSL kann man problemlos chatten, eine Videokonferenz durchführen, Musik und Filme streamen…

Deutlich schneller ist man unterwegs mit VDSL, bis zu 50 Mbit die Sekunde werden mit dieser Technik möglich. Doch nicht jeder kann auf diese zurückgreifen, denn dieser Internetanschluss-Typ ist nicht überall ausgebaut. Mit der Vectoring-Technik kommt DSL auf bis zu 100 Mbit/s. Noch mehr ist drin, wenn Glasfaser bis ins Haus verlegt wird statt nur bis zum Verteilerkasten.

Surfen über Kabelinternet

Etwas weniger verbreitet als DSL ist der Internetanschluss über das modernisierte TV-Kabel. Oft erreicht man über Kabelinternet 100 Megabit pro Sekunde im Downstream oder gar noch mehr, auch Tarife mit 500 Mbit/s werden bereits angeboten. Besonders für Leute, die weit entfernt von der nächsten Vermittlungsstelle wohnen, ist der Internetanschluss über Kabel oft die bessere Möglichkeit. Ebenfalls als Vorteil mag der ein oder andere empfinden, dass sowohl TV, Telefon als auch Internet über einen einzigen Anbieter abgerechnet werden können. So hat man am Monatsende immer nur eine Rechnung zu zahlen.

Internetanschluss über Funk: LTE

Eine dritte Möglichkeit, einen Internetanschluss zu realisieren, ist Mobilfunk. Dabei kommt das Internetsignal wie beim Handy über die Luft. Zurückgreifen kann man auf zwei mobile Anschlusstechniken: UMTS/HSPA und LTE. Mit HSPA+ kann man mit bis zu 42 Megabit die Sekunde surfen, LTE bietet je nach Region sogar bis zu 500 Megabit. Auch via Satellit ist der Internetanschluss möglich, jedoch meist sehr teuer.

Der große Vorteil von den beiden Funktechniken ist es, dass man für einen Internetanschluss keinen Kabelanschluss bis ins Haus liegen haben muss. So kommen auch Menschen, die außerhalb leben oder nur langsames DSL haben, zu schnellem Internet. Der wohl größte Nachteil liegt im eingeschränkten Datenvolumen, mit dem man beim Streamen und bei Online-Games an seine Grenzen stoßen kann.

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