ios© Apple Inc.

iOS 13: Neuer Look - ganz neues Level?

Beim neuen iOS 13 haben die Entwickler aus dem Hause Apple kräftig geschraubt und gefeilt. User erwartet dem Unternehmen zufolge Großes. Vor allem in Punkto Geschwindigkeit soll einiges bei der neuen Version des iPhone-Betriebssystems passiert sein.

In Deutschland wird iOS 13 von Apple mit den Worten "Neuer Look. Ganz neues Level." eingeläutet. Damit ist schon klar, dass das neue iOS-Update zu den größeren seiner Art zählt. Apple-Enthusiasten erwarten dem Unternehmen zufolge viele Verbesserungen, neue Funktionen und zusätzliche Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre. iOS 13 soll im Herbst 2019 an den Start gehen.

iOS13: schneller, schlanker und stromsparender

Im Hintergrund hat sich laut Apple wieder viel getan. Die Verantwortlichen im Hause Apple sollen eifrig an verschiedenen Stellschrauben gedreht haben, um die Geräte und das Betriebssystem ganzheitlich noch schneller zu machen. Bemerkbar werden soll das unter anderem bei der Gesichtserkennung via Face ID, die nun schneller reagieren soll. Aber auch an vielen weiteren Stellen sollen Geschwindigkeitsverbesserungen von bis zu 30 Prozent realisiert werden.

Schlanker ist das neue iOS Apple zufolge ebenfalls: So sollen Apps fortan effektiver verpackt sein und deren Download nur noch die Hälfte des bis dato gewöhnlichen Datenvolumens beanspruchen. Zu Lasten der Geschwindigkeit der Programme soll das übrigens nicht gehen. Bereits angekündigt wurde, dass Apps fortan doppelt so schnell starten sollen. In der aktuellen Beta, die iPhone-Nutzer seit Juni 2019 testen konnten, lässt sich diese Aussage aber noch nicht bestätigen. Fakt ist hingegen eine neue Funktion: der "Dark Mode". Damit lassen sich die Farben invertieren, statt einem weißen gibt es dann einen schwarzen Hintergrund. Eine Option ist das unter anderem in der Nacht, um die Augen zu schonen, aber auch generell, um die Akkuleistung zu steigern.

Weitere erwähnenswerte Features bei iOS13

In Zukunft soll es bei iOS auch eine Online-Ausweisfunktion geben. Die eigene Identität kann dann online beim Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat bestätigt werden, das dafür eine eigene Neuauflage ihrer "AusweisApp" veröffentlichen will. Wer seinen Ausweis dann einmal benötigen sollte, um beispielsweise eine Anmeldung zu bestätigen, kann das direkt mit dem iPhone.

Außerdem soll die Mails-App um Ordner und vor allem eine automatische Sortierung erweitert werden, mit der langfristig selbst in vollen Postfächern mehr Übersicht herrschen soll. Zudem können Smartphones mit iOS13 Apple zufolge auch auf Speicherkarten und USB-Sticks zugreifen. Da den bisherigen iPhone-Modellen dafür der Anschluss fehlt, ist ein Adapter/Dongle aber zwangsläufig notwendig. Den Strom zum Auslesen soll direkt das iPhone bereitstellen.

Eine weitere angekündigte Neuerung ist die "Memoji-Funktion". Das sind automatisch erstellte Emojis, die anhand von Selfie-Aufnahmen angefertigt werden. So muss man nicht mehr "irgendwelche" Emojis in Texte einfügen, sondern kann stattdessen sich selbst als Emoji versenden.

Zudem soll mit iOS13 QuickPath implementiert werden. Damit lässt sich auf der Tastatur direkt von Buchstabe zu Buchstabe wischen, statt immer wieder neu tippen und absetzen zu müssen.

  • Apple Maps

    ios 13

    Umsehen-Funktion bzw. Look-Around-Screen: Leider zunächt nur in den USA.

  • Fotos besser sortiert

    ios 13

    iOS 13: Neue Bildeffekte und Funktionen bei der Organisation der Bilder.

  • Memoji statt Emoji

    iOS 13 Memoji

    Nie wieder nur Emojis: Mit iOS 13 werden Memojis selbst designed.

Privatsphäre-Features werden erweitert

Der Schutz der eigenen Privatsphäre ist spätestens seit Facebooks regelmäßigen Datenskandalen auch in der breiten Öffentlichkeit ein Thema. Apple, seit jeher Verfechter der Privatsphäre, erweitert als Antwort darauf in iOS 13 verschiedene Einstellungen. Wie und wann eine App den Standort abfragt, soll sich fortan noch individueller einstellen lassen. Außerdem wird mit iOS 13 noch "Anmelden mit Apple" eingeführt. Das funktioniert ähnlich, wie die bereits bekannten Login-Funktionen von Google und Facebook. Ein Unterschied soll beispielsweise sein, dass der Nutzer bei einem "Login mit Apple" transparenter informiert wird, welche Daten er durch den Login bereitstellt. Wer sich mit seinem Apple-Login anmelden, die eigene E-Mail-Adresse aber nicht teilen möchte, soll die Möglichkeit haben, eine kostenfreie Wegwerf-Mail direkt über Apple anzulegen.

Kamera erhält langersehnte Updates

Die Kamera-App ist bei jedem iOS-Update ein Dauerbrenner. Mit iOS 13 lassen sich fortan Videoclips nachträglich drehen, wenn man diese versehentlich quer (oder hochkant) aufgenommen hat, kündigt Apple an. Außerdem soll es neue Porträtfunktionen und weitere Lichteffekte geben, mit denen Selfies und Nahaufnahmen fortan noch professioneller wirken sollen. Ein besonderes Feature soll ermöglichen, dass die Lichtquellen manuell im Bild platziert werden können. So könnte man beispielsweise Lichtquellen in die Tiefe setzen und einem Bild so eine völlig neue Wirkung verleihen.

Verbesserungen bei Notizen-Apps und Apple Maps

Die Apps "Erinnerungen" und "Notizen" bekommen Apple zufolge einige neue Funktionen, zum Beispiel eine Galerieansicht sowie eine verbesserte Suche. Apple Maps soll ebenfalls grundlegend verbessert werden, vorerst aber nur in den USA. Hier wird unter anderem von einer Umsehen-Funktion gesprochen, die aber auch nur in großen amerikanischen Städten verfügbar ist.

Neue Funktionen der Heath-App

Für Frauen dürfte mitunter interessant sein, dass die Health-App nun den Zyklus erfassen kann. Eine weitere neue "Health-Funktion" ermöglicht es dem iPhone-Besitzer die Umgebungslautstärke zu messen - inklusive einer Einschätzung, ob die Lautstärke potentiell schädlich ist.

Entertainment besser vernetzt

Zwei Paar Kopfhörer für ein und dieselbe Musik: Wie Apple ankündigt, sollen mit iOS 13 zwei paar AirPods gleichzeitig bedient werden können. Siri soll zugleich Nachrichten vorlesen können, so dass Nutzer dann beim Filmeschauen nicht mehr unterbrochen werden. Ebenfalls eine neue Funktion von Siri: Die Software soll die Stimmen unterschiedlicher Familienangehöriger erkennen können.

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