Roboter Pepper / künstliche Intelligenz© Jake Curtis / Aldebaran

Künstliche Intelligenz: Möglichkeiten und Risiken

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Wie sieht die Zukunft aus? Systeme wie Amazons Alexa oder Google Home machen es vor. Doch es gibt auch Gefahren.

Künstliche Intelligenz (KI oder AI) bezeichnet Maschinen – sowohl Hardware als auch Software –, die eine gewisse hauseigene Intelligenz mitbringen und damit beispielsweise ihr zukünftiges Verhalten ändern können. Mit echtem, menschlichen Intellekt ist dies noch nicht vergleichbar: Selbst die besten Computer sind in ihren Fähigkeiten gegenüber dem menschlichen Gehirn noch extrem eingeschränkt. Das Potenzial ist jedoch groß.

Der lose Begriff der künstlichen Intelligenz

Heute wird Intelligenz im Zusammenhang mit Maschinen sehr schnell verwendet. Beispielsweise existiert das Smart Home – das "intelligente Zuhause" –, das aber eigentlich nur Befehle umsetzt, die der Mensch den Geräten aufträgt. Auch Autos, die selbstständig fahren, werden intelligent genannt. Genau genommen handelt es sich jedoch um Geräte, deren Sensoren auf Input reagieren (etwa ein Stoppschild am Wegrand) und dann eine vorprogrammierte Aktion ausführen. Dennoch hat es sich durchgesetzt, inzwischen zahlreiche unterschiedliche Geräte als intelligent zu bezeichnen. In gewissen Regionen stoßen wir tatsächlich in einen Raum vor, der eine Art Intelligenz zu sein scheint – wie etwa bei beliebten Brettspielen.

Künstliche Intelligenz in Spielen

Durch Machine Learning sind bestimmte Computer und deren Software inzwischen in der Lage, eine Art simulierte Intelligenz zu zeigen. Ein Beispiel ist das Brettspiel Go: Die Software AlphaGo konnte im März 2016 den besten menschlichen Go-Spieler der Welt (der Südkoreaner Lee Sedol) schlagen. Um dies zu erreichen, analysierte die Software im Vorfeld Millionen von Go-Partien und brachte sich auf diese Weise praktisch selbst die Regeln und wirksame Strategien in Go bei. Im Schach gelang dieses Kunststück schon sehr viel früher, aber das lag daran, dass es wesentlich weniger mögliche Kombinationen gibt als in Go. AlphaGo wird als ein erster Erfolg einer rudimentären künstlichen Intelligenz angesehen.

Die alltägliche Begegnung mit KI

In einigen Smartphones und ähnlichen Geräten verbauen Hersteller heute AI-Chips: Diese sind nicht etwa wirklich intelligent, sondern stellen Rechenleistung für eine bestimmte Aufgabe bereit. Beispielsweise funktioniert die Spracherkennung von Assistenten wie Siri, Cortana oder Google Assistant mit der Zeit immer besser, da Sprach-Samples auf den Servern der Entwickler analysiert werden. Das Handy gewöhnt sich sozusagen an die Stimme des Anwenders und erkennt dann auch eher unverständlich gesprochene Wörter. AI-Chips direkt im Gerät helfen dabei, diese Aufgaben schneller durchzuführen, was der Nutzer durch eine verbesserte Reaktionszeit der Geräte bemerkt. Auch hier gilt: Es geht eher um eine rasante Auswertung bestehender Daten und Machine Learning als echte künstliche Intelligenz.

Die Gefahren der künstlichen Intelligenz

Renommierte Wissenschaftler wie Stephen Hawking warnen bisweilen davor, künstliche Intelligenz auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine Art Roboter, die in vielen Bereichen dem Menschen überlegen ist, könnte (in weiter Zukunft) das Resultat sein. Zudem würde eine echte Intelligenz ein moralisches und ethisches Dilemma schaffen: Dürften wir Maschinen wieder ausstellen, wenn sie doch eigentlich ein Bewusstsein haben? Andere, wie Microsoft-Gründer Bill Gates, geben hingegen Entwarnung. Die unterschiedlichen Meinungen beweisen, dass im Bereich der künstlichen Intelligenz das letzte Wort noch längst nicht gesprochen ist. Bis wir an einem Punkt angekommen sind, an dem diese Überlegungen tatsächlich berücksichtigt werden sollten, werden aber noch viele Jahrzehnte vergehen.

Künstliche Intelligenz in unmittelbarer Zukunft

Sobald Roboter auch relativ komplexe Aufgaben besser ausführen können als Menschen, droht ein gewaltiger Umbruch in der Gesellschaft. Schon heute sind die Auswirkungen spürbar: Foxconn, der weltweit größte Fertiger elektronischer Geräte mit Sitz in China (und mit Kunden wie Apple), hat Anfang Januar 2018 10.000 Stellen gestrichen und durch Roboter ersetzt. Auch in den Führungsetagen könnte es krachen, wenn sich herausstellt, dass Software bessere, von Emotionen befreite Entscheidungen treffen kann und dadurch Managerposten überflüssig werden. Eine Robotersteuer bringen Ökonomen immer wieder ins Gespräch. Der Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen weltweit ist es, der in absehbarer Zukunft die größte gesellschaftliche Sprengkraft in Verbindung mit künstlicher Intelligenz besitzt.

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