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Pinterest: Plattform zum Sammeln von Ideen und Bildern

Die Online-Plattform Pinterest dient vor allem als Ideengeber für eigene Projekte. Aber auch Tipps zum Basteln, zum Kochen oder zu Mode finden sich hier in Form von Foto-Pinwänden. Der Großteil der Nutzer sind Frauen.

Pinterest ist eine Art soziales Netzwerk, das nach Angabe des Unternehmensleiters Ben Silbermann vor allem mithilfe von Bildern "Ideen sammeln möchte". Mit einer Nutzeranzahl von 175 Millionen aktiven Anwendern kann Pinterest zwar nicht mit Facebook oder Instagram konkurrieren, etabliert ist die 2010 gegründete Plattform aber in jedem Fall.

Bilder-Pinboards als Ideensammlungen

Die Nutzung von Pinterest ist kostenlos möglich. Nutzer können dort Bilder hochladen, speichern, sortieren, verwalten und in Pinboards anordnen. Auf jenen Pinboards können Nutzer auch fremde Inhalte von anderen Webseiten einbinden – oftmals markiert durch einen roten "Pin it"-Button, den einige Webseiten ähnlich wie den Facebook-Button auf ihren Seiten anbieten. Anders als bei den meisten sozialen Netzwerken steht nicht der namensgebende soziale Austausch im Vordergrund, sondern die Entdeckung von Ideen und Tipps. Dazu können Nutzer nach bestimmten Ideen suchen, Nutzern folgen oder sich den Verlauf andere Nutzer anschauen, um dort auf neue Anregungen zu stoßen. Die Vielfalt jener Ideen ist praktisch unbegrenzt – von Fotografie über Bastelarbeiten bis zu Rezepten und Einkaufstipps ist alles dabei.

Frauen als Zielgruppe

Nach dem Start von Pinterest im Jahr 2010 etablierte sich das Netzwerk vor allem als Plattform für Frauen. 2012 waren 83 Prozent der Nutzerbasis auf globaler Ebene weiblich. Nach dem schnellen Wachstum in den folgenden Jahren änderte sich dies, 2016 waren nur noch 60 Prozent der Nutzer Frauen. Das einzige Land, in dem mehr Männer als Frauen Pinterest verwendeten, war England. In den USA nutzten 2012 vor allem 35- bis 44-Jährige Pinterest. Damit ist Pinterest ein kleines Novum, da es sich anders als die meisten anderen sozialen Netzwerke explizit nicht an eine junge Nutzerschaft richtet und Frauen – zumindest zu Beginn – der Fokus waren. Mit steigenden Wachstum sollten sich zumindest die beiden Geschlechter ausgleichen. In Deutschland befand sich Pinterest im Dezember 2017 auf Platz 47 der am häufigsten besuchten Webseiten pro Monat.

Pinterest für Unternehmen

Firmen dürfen bei Pinterest ebenfalls Accounts anlegen und dann Business-Seiten einrichten. Pinterest selbst bezeichnet diese Möglichkeit als virtuelles Schaufenster, in dem sich Nutzer über Produkte des Unternehmens informieren können. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass dies auch einträglich ist: Durchschnittliche Facebook-Nutzer haben auf der Webseite eines großen Fashion-Labels etwa 80 US-Dollar ausgegeben. Kamen die Nutzer von Pinterest, gaben sie 180 US-Dollar aus. Die ältere Nutzergruppe schlägt sich also direkt auch in finanzstärkere Nutzer um. Pinterest gilt als gutes Mittel, um Verkäufe digital anzukurbeln und lässt dabei andere soziale Netzwerke im Regen stehen. Neue Features, wie das Einbinden von Preisen direkt an Produktbilder, deutet ebenfalls auf Verbesserung der Möglichkeiten von Unternehmen hin.

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