Handytarife© arekmalang / Fotolia.com

Prepaid-Karte: Aufladen und abtelefonieren

Bei der Prepaid-Karte handelt es sich um eine SIM-Karte, bei der man zuerst bezahlt, um dann die Dienste des Netzbetreibers nutzen zu können. Darum wird die Prepaid-Karte auch gern Guthaben-Karte genannt.

Das Herzstück eines jeden Handys ist die SIM-Karte. Diese bekommt man vom Mobilfunkprovider und grundsätzlich in zwei Varianten: Entweder mit einem Vertrag, der in der Regel für ein bis zwei Jahre abgeschlossen wird, oder als Prepaid-Karte. Die Kosten für die genutzten Dienste werden in der Vertragsvariante monatlich berechnet und der Nutzer bekommt eine Rechnung; man spricht dann von Postpaid.

Bei der Prepaid-Karte muss dagegen zunächst Geld aufgeladen werden. In der Regel sind es 15 Euro, 20 Euro oder 30 Euro, die man ganz einfach via SMS, online im Internet, am Geldautomaten oder in Shops und Tankstellen auf die Prepaid-Karte lädt. Ist es verbraucht, wird eine neue Aufladung fällig.

Welche Vorteile bietet eine Prepaid-Karte?

Die Vorteile einer Prepaid-Karte liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu einer SIM-Karte mit Vertrag rutscht man weniger schnell in die Kostenfalle, denn wenn das Guthaben verbraucht ist, ist Schluss. Bei einem Vertragstarif dagegen zahlt man eben mehr, wenn man einmal mehr verbraucht, als eventuelle Inklusivkontingente abdecken. Eine Grundgebühr zahlt man auch, wenn man die Karte einmal nicht nutzt, wohingegen es im Prepaid-Bereich zahlreiche Tarife ohne Grundgebühr gibt. Außerdem ist man mit einer Prepaid-Karte nicht langfristig an einen Anbieter gebunden, was den Wechsel erleichtert und somit Flexibilität und volle Kostenkontrolle ermöglicht.

Prepaid-Karte wird von vielen Discountern angeboten

Auch bieten heutzutage viele Discounter ihre eigene Prepaid-Karte an, sodass man nicht unbedingt an Telekom, Vodafone oder O2 gebunden ist. Gerade Wenignutzer sind mit einer Prepaid-Karte vom Discounter meist gut bedient, denn die Minuten- und SMS-Preise liegen oft bei acht bis neun Cent oder noch darunter. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Tarifzusätze, Flatrates und Datenoptionen, die monatlich verlängert werden können und viele andere zusätzliche und unverbindlich buchbare Features. In den sogenannten Startpaketen, die die Prepaid-Karte enthalten, sind sehr oft auch schon Startguthaben enthalten. Zudem gib es immer wieder Rabatt- oder Jubiläumsaktionen bestimmter Anbieter.

Ist die Prepaid-Karte für jeden die beste Wahl?

Vielnutzer und Dauertelefonierer haben möglicherweise keinen Vorteil von Prepaid, sondern kommen mit einem Flatrate-Tarif in Form eines Laufzeitvertrags besser weg. Auch wer beim Wechsel ein neues Handy oder Smartphone haben und dieses monatlich abzahlen möchte, schaut bei Angeboten mit Prepaid-Karte in die Röhre, da man sich mit einer solchen Kombi in der Regel an einen Vertrag bindet. Wer eher wenig telefoniert, ist in den meisten Fällen mit einer Prepaid-Karte bestens bedient. Zudem wird Eltern meist ein Prepaid-Tarif für ihre Kinder nahegelegt, da sie so selbst bestimmen können, wie viel Geld verbraucht werden kann.

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