Online-Banking© georgejmclittle / Fotolia.com

Die pushTAN: Sicheres Online-Banking per App

Banking-Apps für das pushTAN-Verfahren halten Einzug auf immer mehr Smartphones. Was steckt dahinter und welche Vorteile bietet die pushTAN beim Online-Banking?

Wer via Online-Banking eine Transaktion, etwa eine Überweisung, tätigen möchte, der benötigt für einen erfolgreichen Abschluss eine TAN (Transaktionsnummer) – soweit, so bekannt. Mit diesem Sicherheitscode bestätigt man der Bank, dass man tatsächlich der Eigentümer des Kontos ist und die Überweisung gewollt ist. Lange Zeit wurde dafür die iTAN in Form einer Papierliste oder die smsTAN verwendet, diese werden aber nun zunehmend durch andere Verfahren wie die pushTAN ersetzt.

So funktioniert die pushTAN

Die TAN stellt grundsätzlich ein einmaliges Kennwort aus sechs Dezimalziffern dar. Bei einer Überweisung gibt der Kontoinhaber den Code ein und kann den Vorgang erst dann abschließen. Für den Erhalt des Kennworts gibt es nun verschiedene Verfahren, eines davon ist die pushTAN. Sie funktioniert mithilfe des Smartphones beziehungsweise mithilfe einer App. In der Regel stellt die Bank eine eigene App zur Verfügung, die ausschließlich für den Erhalt der pushTAN zuständig ist.

Die Überweisung selbst wird ganz normal in der Banking-App oder am PC durchgeführt. Möchte man nun eine TAN anfordern, meldet man sich in der pushTAN-App an, was mit einem separaten Passwort erfolgt. Jetzt wird eine TAN angezeigt, die ausschließlich für die gerade getätigte Transaktion gültig ist. Nachdem man die TAN eingetragen hat, ist die Überweisung (oder ein anderer Vorgang, der eine TAN benötigt) autorisiert und wird ausgeführt.

Registrierung für die pushTAN

Damit einem Kontoinhaber das Verfahren angeboten werden kann, muss er sich für die pushTAN einmalig registrieren. Das geht ganz einfach und erfordert neben einem Smartphone noch die Erstellung eines Kennworts. Dies sollte man gut aufbewahren, an niemanden weitergeben und vor allem sicher gestalten. Das Passwort sollte nie das gleiche sein wie das fürs Online-Banking. Da der genaue Registrierungsprozess für die pushTAN je nach Bank variieren kann, sollte man bei Fragen seinen Berater kontaktieren. Stellt eine Bank ihr Verfahren um, bekommt der Nutzer in der Regel gut verständliche Anweisungen im Online-Banking oder per Post zugeschickt.

Vor- und Nachteile der pushTAN

Die pushTAN gilt als sicher. Während man bei der smsTAN "nur" eine ganz normale SMS bekommt, muss man sich bei der pushTAN zusätzlich in einer App einloggen. Betrüger haben es so schwerer, denn sie können die Transaktionsnummer nicht mehr so einfach abfangen. Das pushTAN-Verfahren und die Banking-App arbeiten über zwei verschiedene Kanäle, auch dann, wenn sich die beiden Funktionen eine App teilen, wie es vereinzelt gehandhabt wird. Ein Nachteil der pushTAN ist, dass sie eine Internetverbindung benötigt und Apps theoretisch gehackt werden können.

Sicherheit der pushTAN erhöhen

Um die Sicherheit zu erhöhen, kann man die Transaktion selbst an einem zweiten Gerät ausführen, also nicht auf dem Smartphone, auf welchem sich die pushTAN-App befindet, sondern etwa am PC. Bei zwei unterschiedlichen Anwendungen auf zwei Geräten, die auch noch von zwei verschiedenen Passwörtern geschützt sind, ist man schon sehr sicher unterwegs. Wichtig: Immer die neusten Updates einspielen, einen Virenscanner verwenden und sichere Passwörter vergeben. Und natürlich: Dritten keine Zugangsdaten verraten und sich nicht auf fremden Rechnern ins Online-Banking einloggen.

Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks