Handy im Urlaub© teressa / Fotolia.com

Roaming: Wandern zwischen den Netzen

Im Zeitalter der Globalisierung ist das Umherwandern zwischen den Netzen, so die Übersetzung des Begriffs Roaming, fast schon eine Selbstverständlichkeit. Mit Roaming wird der Vorgang bezeichnet, wenn man in ausländische Netze ein- und wieder auftaucht.

Roaming ist zum Sinnbild des Wanderns zwischen den Welten geworden, aber auch zu einem Wort, das bisweilen diffuse Ängste auslöst, weil es an schwindelerregend hohe Tarife denken lässt. Denn bis zur Regulierung der Preise hat man auch in der EU horrende Preise für ein Handytelefonat im Ausland bezahlt.

Roaming-Gebühren außerhalb der EU sehr hoch

Jetzt sind die Mondpreise zumindest in den EU-Ländern ad acta gelegt, doch in anderen Ländern zahlt man teilweise nach wie vor sehr hohe Minutenpreise beim Telefonieren - vom Datenversand ganz abgesehen. Denn reguliert wurden nur die Preise innerhalb der Europäischen Union, und anfangs auch nur für Telefonate. Inzwischen hat die Politik aber nachgelegt.

Da durch immer mehr Smartphones und Netbooks, die auf den Markt kommen, die mobile Nutzung des Internets für viele Anwendergruppen schon fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, wollen viele Nutzer den Datenabruf natürlich auch im Ausland zur Verfügung haben.

Tages-Voucher für günstigeres Roaming

Dieses Verständnis von Roaming geht prinzipiell zwar schon recht lange, doch jahrelang war die Internetnutzung im Ausland nur zu absoluten Mondpreisen möglich. Inzwischen zeigt sich, was möglich ist: Die Preise fürs mobile Internet sind zumindest in manchen Ländern auf ein halbwegs erträgliches Maß gesunken. Manche Provider haben auch Tages-Voucher im Angebot, so dass man nicht über Monate ein Tarifpaket buchen muss.

Das Grundproblem beim Roaming ist folgendes: Ein deutsches Handy, zum Beispiel, bucht sich, wenn der Besitzer eine Reise nach Rom gebucht hat, dort in ein italienisches Netz ein. Bei einem Anruf nach Deutschland müssen also beide Netze genutzt werden, zuerst das italienische und dann das deutsche. Das Handover zwischen den Netzen funktioniert mittlerweile bei den gängigen Destinationen reibungslos.

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