Router anschießen

Router verbindet mehrere Endgeräte mit dem Internet

Ein Router ist eine Hardware, die zwei Netzwerke miteinander verbindet. Er koordiniert beispielsweise den Datenverkehr im hausinternen Netzwerk mit dem Internet. Auch zwischen den Hauptschlagadern des Internets sitzen Router, die sicherstellen, dass der weltweite Datenverkehr zügig am Ziel ankommt. Im Folgenden soll es aber hauptsächlich um die heimischen Router gehen.

Router verbindet mehrere Endgeräte mit dem Internet

Ein Router ist meist Standard, wenn man mehrere Geräte im Haus hat, welche man mit dem Internet verbinden möchte: Über ein Ethernetkabel oder WLAN können die Geräte miteinander und mit dem Internet verbunden werden. Auf Basis dieser Funktion findet der Router Anwendung in Heim- oder Firmennetzwerken.

Wie funktioniert ein Router?

Der Router ordnet jedes ankommende Datenpaket dem richtigen Empfänger zu. Informationen zur richtigen Weiterleitung entnimmt die Software des Routers den ankommenden Datenpaketen. So fordert PC A beispielsweise eine Seite von Google an. Der Router leitet diese Anfrage ins Internet weiter. Dort wandern die Daten von Router zu Router bis zum Google-Server. Dieser antwortet und wieder wandern die Daten durchs Netz. Kurze Zeit später erhält unser Router das angeforderte Datenpaket zurück und ordnet es wieder PC A zu. Zur gleichen Zeit kann PC B seine E-Mails abrufen: Diese Anfrage läuft über einen anderen Port (Anschluss), sodass der Router beide Anfragen klar trennen kann. Die Daten können aufgrund einer dem Router vorliegenden Routing-Tabelle richtig zugeordnet werden: Diese beinhaltet die Information, über welchen Anschluss der Router welchen PC erreichen kann.

Nutzt man, wie heute üblich, statt eines verbundenen Ethernet-Kabels ein WLAN, wird die ganze Sache schon komplizierter: Die Funkwellen lassen sich nicht gezielt auf ein Endgerät richten, weswegen der Router die ankommenden Daten in alle Richtungen funkt. Der Rechner empfängt diese dann und wertet das Datenpaket aus. Aber Achtung: Technisch gesehen empfängt jedes Gerät in Reichweite des WLAN die Daten, unabhängig davon, ob dieses ins WLAN eingewählt ist oder nicht.

Es gibt übrigens auch Router, deren Ethernet-Anschlüsse nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Statt genauen Routings werden Infos von einem Anschluss einfach an alle anderen weitergegeben. Damit verbindet man sich meist jedoch nicht mit dem Internet, sondern schafft nur ein lokales Netzwerk. Daher nennt man diese Verteiler nicht Router, sondern Switches.

Router ist nicht gleich Router

Obwohl alle Router in der Grundfunktion gleich arbeiten, gib es verschiedene Routertypen, die für unterschiedliche Aufgaben perfektioniert wurden. So gibt es beispielsweise LTE-, Kabel- und DSL-Router. Die Router unterscheiden sich dabei in der Art des Verbindungsaufbaus zum Internet, wobei der gesamte Rest – Routing, Datenpakete und Firewall – davon unabhängig ist und sich nicht groß unterscheidet. Einen Router bekommt man im Fachhandel oder vom Internetprovider. Bis August 2016 war es dabei so, dass viele Provider vorschrieben, deren hauseigene Hardware zu verwenden. Inzwischen hat man als Kunde aber das Recht zur freien Routerwahl, kann also auch ein altes Gerät eines anderen Herstellers weiterverwenden oder ein besseres im Fachhandel erwerben.

Schutz vor Angriffen von außen

Um sicher mit dem Router im Internet zu surfen und sich vor Angriffen von außen zu schützen, sollten einige Dinge beachtet werden. Der einfachste Schritt zu einem sichereren Netzwerk ist ein gutes Passwort. Möglichst komplex sollte es sein, Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen beinhalten sowie die Maximallänge ausnutzen. Des Weiteren sollte man möglichst auf WPA2-Verschlüsselung setzen, da diese sicherer ist als die veraltete AVM- und WPA-Verschlüsselung. Neben dem eigentlichen Netzwerkpasswort sollte auch das Routerpasswort möglichst komplex sein, denn wer in den Router einbricht, hat danach alle anderen Schlüssel in der Hand.

Nutzt man WLAN, sind außerdem noch einige weitere Punkte zu beachten: Wie oben schon erwähnt, landen die Datenpakete im gesamten Funkradius des Routers und können mit einer guten Empfangsantenne auch noch deutlich weiter entfernt aufgenommen werden, als man selbst Internet-Reichweite hat. Nutzt man eine gute Verschlüsselung (z.B. WPA2), ist das unkritisch, denn ein böswilliger Empfänger kann die Daten nicht entschlüsseln. Nur ein Gerät, das sich einmal ins Netz eingewählt hat, besitzt den nötigen Schlüssel. Dazu kommt, dass ein Router nicht nur zum Weiterleiten von Daten gut ist. Da jedes Datenpaket aus dem Internet durch ihn hindurchgeht, kann er zusätzlich als Türsteher (sprich: Firewall) fungieren und bösartige Pakete direkt blockieren. Dabei ist die routereigene Firewall oft von Haus aus deaktiviert und man sollte sie unter Menüpunkten wie "Sicherheit" oder "Firewall" suchen, aktivieren und nach den eigenen Bedürfnissen konfigurieren.

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