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Dank Rückwärtssuche herausfinden, wer angerufen hat

Wieder einmal einen verpassten Anruf auf dem Telefondisplay, dessen Nummer man nicht zuordnen kann? Da es schön zu wissen ist, bei wem man eigentlich zurückruft, hilft die Rückwärtssuche weiter.

Was unter Rückwärtssuche zu verstehen ist

Die Rückwärtssuche oder Inverssuche wird von verschiedenen Telefonbuch-Gesellschaften angeboten. Auch "Das Telefonbuch" und das Örtliche kann man online für die Rückwärtssuche nutzen. Hier hat man die Möglichkeit, eine vollständige Rufnummer einzugeben, um die Person oder Firma, die dahinter steht, herauszufinden. Zusätzlich werden weitere Informationen wie Adresse und E-Mail geliefert, sofern diese hinterlegt sind.

Dank des Internets kann man eine Rückwärtssuche nicht nur innerhalb Deutschlands durchführen, sondern weltweit, was heißt, dass auch Leute im Ausland deutsche Nummern zurückverfolgen können. Möchten Sie selber eine ausländische Nummer zurückverfolgen, müssen Sie sich zuerst auf die Suche nach einer Rückwärtssuche des jeweiligen Landes machen, aus dem der Anruf stammt.

Übrigens: Um beispielsweise eine Telefonnummer der Hausbank oder einer Versicherung zuzuordnen, genügt oft schon die Eingabe der Nummer bei Google.

Hilft die Rückwärtssuche bei Telefon-Spam?

Die Rückwärtssuche ist in erster Linie praktisch, wenn eine unbekannte Nummer angerufen hat. Anhand dieser kann man nun rückwärts den Anrufer ermitteln statt wie üblich die Nummer zu einem Namen herauszusuchen. Wird man allerdings mit Werbeanrufen bombardiert oder muss anderen Telefonterror unbekannter Herkunft ertragen, wird die Nutzung des bekannten Telefonbuchs wenig helfen. In diesen Fällen befragt man erst einmal eine Suchmaschine oder nutzt spezielle Webseiten, die bekannte Nummern von Gewinnspielanbietern, Abo-Diensten etc. sammeln und für die Rückwärtssuche verfügbar machen. Ein bekannter Vertreter ist beispielsweise tellows.de; in der Community kann man unbekannte Telefonnummern auch selbst melden.

Geschichtliches zur Rückwärtssuche

Eingeführt wurde die Rückwärtssuche in Deutschland 2004. In anderen europäischen Ländern war sie zu diesem Zeitpunkt bereits Standard. Mit der Einführung der Rückwärtssuche ist es seit einigen Jahren gesetzlich erlaubt, eine Telefonnummer auf den Anrufer zurückzuführen.

Wer nicht möchte, dass er über seine Telefonnummer ermittelt werden kann, der kann jederzeit einen Widerspruch bei seiner Telefongesellschaft hinterlegen, damit die Rückwärtssuche künftig unterbunden wird. Dann lässt sich dem Namen immer noch eine Telefonnummer zuordnen, aber eben nicht mehr umgekehrt.

Nicht nur Festnetznummern werden gefunden

Dank einer umfangreichen Datenbank, die mittlerweile bei den Herausgebern von Telefonbüchern existiert, ist es nicht nur möglich, Festnetznummern ihrem Besitzer zuzuweisen, sondern auch, den Anrufer einer unbekannten Handynummer zuzuordnen. Auch dem kann beim Anbieter widersprochen werden.

Trotzdem ist es nicht gesagt, dass man für jede Nummer auch den Menschen dahinter findet – Datenbanken sind bei solch großen Datenmengen nur selten vollständig, weshalb man in manchen Fällen, jedoch besonders bei Handynummern, keine Ergebnisse erhalten wird. Außerdem werden nur Leute gefunden, die auch im Telefonbuch verzeichnet sind und die der Rückwärtssuche nicht widersprochen haben.

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