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Signal: Sicherer Messenger als WhatsApp-Alternative

Wer auf der Suche nach einer Alternative zu Facebooks Messenger WhatsApp ist, sollte einen Blick auf die App Signal werfen. Es werden kaum Daten weitergegeben und die Funktionen sind umfangreich.

WhatsApp und der Facebook Messenger gehören zu den meistgenutzten Messengern. Doch es gibt durchaus etliche Alternativen. Dazu gehört auch der freie Messenger Signal, der Ende Juli 2014 zunächst als App für iOS bereitgestellt wurde. Die Signal-App ist auch für Android sowie als Desktop-Version für Windows, macOS und Linux verfügbar. Signal wurde unter anderem von dem Sicherheitsforscher Moxie Marlinspike entwickelt. Finanziert wird der Messenger Signal durch Spenden sowie durch die 2018 von dem WhatsApp-Mitgründer Brian Acton gegründete Signal Foundation.

Signal achtet auf Privatsphäre

Signal nutzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Basis des quelloffenen Signal Protocol, Chats per Signal sind somit vor dem Zugriff von unberechtigten Dritten geschützt. Es wird großer Wert auf die Privatsphäre gelegt: Signal geht im Vergleich etwa mit WhatsApp sehr sparsam mit Nutzerdaten um.

Daher empfehlen beispielsweise unter anderem Edward Snowden und Tesla-Gründer Elon Musk die Nutzung von Signal. Werbung und Tracking gibt es bei dem Messenger nicht. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass die Server von Signal in den USA stehen. Es werden etwa der Namen und die auf Signal hinzugefügten Kontakte auf den Servern gespeichert. Unter Umständen könnten US-Behörden Zugriff auf die Mobilfunkrufnummern erhalten.

Bei der Registrierung ist die Angabe der Mobilfunkrufnummer erforderlich. Das ermöglicht eine eindeutige Identifizierung, anonym ist man somit mit Signal nicht. Zudem sind ein Benutzername und ein Profilfoto einrichtbar.

Die Funktionen von Signal

Die Funktionen, die Signal bietet, finden sich auch bei anderen Messengern. So lassen sich kostenlos Nachrichten, Bilder und Videos senden, empfangen und teilen. Es können Emojis und Sticker genutzt werden. Mit der integrierten Bildbearbeitungsfunktion lassen sich Fotos bearbeiten und zuschneiden. Auch zeitlich begrenzte "verschwindende Nachrichten" lassen sich mit Signal nutzen. Bei Bedarf lässt sich ein Sprach- oder Videotelefonat über die bestehende Internetverbindung führen. Auch Videogruppenchats mit bis zu acht Teilnehmern sind erlaubt. Wie bei WhatsApp & Co. können Gruppen für die einfache Kommunikation mit Familie und Freunden eingerichtet werden. Der Messenger sei auch für die Verwendung mit langsamen Internetverbindungen optimiert. Nach Wahl lässt sich ein Dunkelmodus einrichten. Dank Updates werden künftig weitere Funktionen hinzukommen.

Signal gewinnt viele neue Nutzer

Hinter WhatsApp muss sich die Messenger-Alternative nicht verstecken. Dennoch dürfte die Nutzung von Signal für viele nur Sinn machen, wenn auch Freunde, Familie und weitere Kontakte Signal nutzen. Es spricht aber nichts dagegen, die kostenlosen Apps WhatsApp und Signal gleichzeitig auf dem Smartphone zu installieren. Signal zählte im Dezember 2020 rund 20 Millionen aktive Nutzer. Im Zuge einer Diskussion um geplante Änderungen der Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie von WhatsApp erhielten andere Messenger Ende 2020 bzw. Anfang 2021 Auftrieb. Im Januar 2021 lag die Zahl der Downloads der Signal-App bei über 50 Millionen.

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