Apple HomePod© Apple Inc.

Siri: Was kann Apples digitale Sprachassistentin?

Das iPhone und weitere Apple-Geräte mit der Stimme steuern: Mit der digitalen Sprachassistentin von Apple ist dies und mehr seit Jahren möglich. Doch Siri hat mit starker Konkurrenz zu kämpfen und hat in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf.

Heute braucht gefühlt jedes Unternehmen einen Sprachassistenten – natürlich auch Apple. Dort heißt die Software Siri. Sie ist inzwischen auf zahlreichen iOS-Geräten zu finden und hat sich ihren Weg auch auf Geräte mit installiertem macOS gebahnt. Inzwischen ist Siri eine Art Allzweckwaffe für Fragen aller Art für alle Nutzer, die im Apple-Universum unterwegs sind.

Siri: Wann und wo?

Auf den Markt gekommen ist Siri im Oktober 2011, damals noch an Bord des heute längst überholten iPhone 4S. Am Anfang waren die Funktionen noch recht eingeschränkt und bauten auf den anderen Apps von iOS auf. Fragen à la "Wie wird heute das Wetter?" waren schon das Höchste der Gefühle. Inzwischen ist Siri deutlich ausgereifter und hat auch mit nicht ganz deutlich ausgesprochener Sprache keine Probleme mehr. Zu finden ist sie heute auf iPhone, iPad und iPod Touch sowie in Apple TV, dem noch frischen, smarten Lautsprecher HomePod und dem Mac für Desktop-Nutzer. Es ist praktisch unmöglich, an Siri vorbeizukommen, wenn Sie ein Apple-Produkt verwenden.

Was kann Siri?

Wahlweise auf Knopfdruck oder per Stimmaktivierung schalten Sie Siri ein. Die möglichen Sprachbefehle sind vielfältig und reichen von Erinnerungen, Terminen und Kalenderfunktionen über Gerätesettings, Suchen im Internet, der Navigation im Auto bis hin zu Informationen von Sportevents beispielsweise. Sie könnten Siri also fragen, wie Sie von A nach B kommen oder wie der Spielstand in einem aktuellen Fußballspiel ausfällt. Falls Siri auf eine Frage überhaupt keine Antwort kennt, leitet Sie die Assistentin automatisch in den Browser Safari weiter, wo Ihre gesprochenen Wörter dann einfach als Suchmaschinenanfrage an Google, Bing & Co. weitergeleitet werden. In Sachen Funktionsumfang zählt Siri somit zu den aktuell besten Programmen dieser Art.

Baustellen für Siri

Im Vergleich zu einigen Konkurrenten wie Cortana oder Google Assistant werfen Kritiker dem System vor, schlechter mit Dialekten und Akzenten klarzukommen. Außerdem wird Apple zu wenig Innovation vorgeworfen: Zwar beherrscht Siri sehr viele Funktionen, doch bietet die Konkurrenz diese ebenso. Der einstige Innovationsvorsprung, der mit Einzug des iPhone 4S noch gegeben war, ist nicht mehr vorhanden. Auch im Smart-Home-Bereich besteht Verbesserungsbedarf. Hier hat Apple zwar mit HomeKit eine eigene Schnittstelle zu bieten, um mit anderen Geräten zu interagieren und so über Siri z.B. Lampen ein- und auszuschalten. Genau das ist jedoch das Problem: Dadurch, dass Apple eine Eigenlösung gebastelt hat, ist eine schnelle Verbreitung noch nicht gegeben.

Der Datenschutz und Siri

Wie bei allen Programmen dieser Art gilt auch hier: Großgeschrieben wird der Datenschutz nicht. Das liegt daran, dass wirklich jeder Sprachschnipsel an Apples Server gesendet wird, um sie dort auszuwerten. Inhaltlich werden zwar keine Analysen vorgenommen, aber die Spracheingaben werden genutzt, um die Spracherkennung zu verbessern. Es läuft also im Prinzip darauf hinaus, dass Apple durch Siri mithören kann, wenn sie denn wollen. Hier können wir keine klare Handlungsanweisung geben: Wenn Sie das beschriebene Vorgehen nicht eben glücklich stimmt, sollten Sie Siri natürlich nicht nutzen. Ist es Ihnen egal, dürfen Sie Ihr iPhone oder andere Apple-Geräte auch gerne mit der Stimme steuern. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo zwischen Alu-Hut und völliger Entblößung.

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