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VATM: Verband deutscher Telko-Unternehmen

Der VATM besteht aus mehr als 120 auf dem deutschen Markt tätigen Telekommunikations- und Dienstleistungsunternehmen. Diese haben sich seit 1997 zusammengeschlossen, um ein Gegengewicht zum ehemaligen Monopolisten Deutsche Telekom zu bilden.

Durch ihre Verbandsarbeit wollen die im VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) vereinten Unternehmen die 1998 begonnene Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes fortsetzen und Monopolisierung verhindern. Motto und Basis des VATM ist daher "Wettbewerb verbindet".

Die Mitglieder des VATM

Zu den Mitgliedern des VATM zählen unter anderem Festnetz- und Mobilfunkunternehmen, Mehrwertdienstanbieter, Anbieter von Servicerufnummern, Auskunftsdienste oder branchenrelevante Serviceprovider und Callcenter. Das Investitionsvolumen der im VATM organisierten Telekom-Wettbewerber beläuft sich nach Angaben des Verbands seit 1998 auf mehr als 58 Milliarden Euro. 80 Prozent aller Einnahmen in der Telekommunikationsbranche werden laut VATM von den dort organisierten Mitgliedern erzielt.

Wie der VATM arbeitet

Zur Durchsetzung seiner Interessen betreibt der VATM Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und vertritt die gemeinsamen Positionen der Mitglieder mit Büros in Brüssel und Berlin auch auf politischer Ebene.

In internen Arbeitsgruppen zu Recht, Datenschutz oder Sicherheit erarbeitet und veröffentlicht der VATM regelmäßig Stellungnahmen zur Situation am Telekommunikationsmarkt. Der Verband gibt dazu wissenschaftliche Analysen und Studien in Auftrag und kommentiert die erstellten Gutachten dann öffentlich im Rahmen der Verbandsarbeit.

Marktpolitische Positionen des VATM

Der VATM hat sich zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbsbedingungen fairer zu gestalten, um allen Marktteilnehmern gleiche Erfolgschancen zu ermöglichen. Der Verband setzt sich daher auch für eine Veräußerung der verbliebenen Staatsanteile der Deutschen Telekom AG ein und fordert, die Erlöse aus dem Verkauf für die zukünftigen Kosten des Breitbandausbaus zu verwenden. Für den Ausbau des Glasfasernetzes will der Verband Planungssicherheit für die beteiligten Investoren erwirken. Alle Teilnehmer am Markt sollen technologieneutral Zugang zu den Elementen des Netzwerks und der Infrastruktur, zu Kabelkanälen und unbeschalteten Glasfaserleitungen erhalten. Teilnehmeranschlüsse müssten dazu entbündelt werden.

Der Verband setzt sich klar gegen das sogenannte Vectoring ein, einer VDSL-Erweiterung, die von der Telekom vorangetrieben wird. Der Ausbau des Glasfasernetzes müsse dezentral und unabhängig vom bestehenden Telekomnetz erfolgen. Das Investitionsrisiko solle geteilt und Investitionen mit Risikoprämien für Anleger attraktiver gemacht werden. Auch bei der Vergabe von Lizenzen für den Mobilfunkstandard 5G fordert der VATM gerechte Verfahren und Versorgungsauflagen.

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