Vero© Vero Labs, Inc.

Vero – Das "wahre" soziale Netzwerk?

Neben Größen wie Facebook und Twitter entstehen immer wieder neue soziale Netzwerke, wie beispielsweise auch Vero. Vero ist eine App für Android und iOS, die sich auf das Teilen von Inhalten spezialisiert hat.

Vero gibt es bereits seit 2015, aber erst Anfang 2018 gelangte die App mit dem Motto "true social" zu größerer Bekanntheit und knackte die Marke von einer Million Nutzern. Von anderen Netzwerken will Vero sich dadurch abgrenzen, dass weniger Daten gesammelt werden sollen und zudem vorerst keine Werbung geschaltet werden soll, außerdem sollen die Beiträge streng chronologisch im Feed erscheinen und nicht vom Netzwerk sortiert werden.

Vero: Ein Netzwerk aus Inhalten

Das Hauptaugenmerk liegt bei Vero auf Kultur- und Lifestylegütern wie Büchern, Bildern, Musik, Filmen und Internetseiten. Diese werden miteinander geteilt, sodass man sich zum Beispiel die Lieblingsmusik anderer anhören kann oder Trailer austauscht. Auf diese kann dann mit Kommentaren oder Direktnachrichten geantwortet werden, wie aus anderen Netzwerken bekannt. Fotos und Bilder können natürlich ebenso geteilt und betrachtet werden. Auch Orte, die man gern besucht, beispielsweise Restaurants oder Cafés, kann man auf diese Weise anderen Nutzern zeigen.

Collections: Die persönliche Interessen-Bibliothek

Vero sammelt und kategorisiert alle Beiträge, die ein Nutzer postet und erstellt daraus sogenannte Collections (Sammlungen). Zum Beispiel können alle Filme oder Posts zu Filmen in einer Collection gesammelt werden, die dann ebenfalls Freunden gezeigt werden kann. Dieses Konzept ist in Form von Fotoalben schon lange bekannt und in anderen sozialen Netzwerken in Gebrauch, Vero erweitert es nun auf alle Arten von Medien. Mit der Zeit wachsen die einzelnen Collections dann an und eine eigene, persönliche Bibliothek des Benutzers entsteht. So kann man nicht nur alles jedem schnell zu Verfügung stellen, sondern behält auch selbst den Überblick über seine Favoriten und kann aus ihnen wählen.

VeroDas soziale Netzwerk Vero auf dem Smartphone.© Vero Labs, Inc.

Die Privatsphäre-Einstellungen bei Vero

Zu jedem Post kann der Vero-Nutzer zwischen vier Einstellungen wählen: "Acquaintance", "Friend", "Close Friend" und "Follower". Dadurch kann man steuern, wer die geteilten Inhalte sehen und darauf zugreifen kann. Mit Followern hat man keinen oder kaum persönlichen Kontakt, als "Acquaintance" eingestufte Kontakte sind lockere Bekanntschaften. Die Unterscheidung zwischen "Friend" und "Close Friend" dient der genaueren Abstufung zwischen Freunden und schafft die Möglichkeit, einigen Freunden exklusive Inhalte zu zeigen. Schließlich soll nicht jeder alles sehen können.

Auch Unternehmen und Künstler nutzen Vero

Neben "normalen" Benutzern sind auch viele Künstler und Marken auf der Plattform vertreten. Darunter sind sowohl bekannte als auch weniger bekannte Namen. Newcomer und Independent-Künstler können nicht nur ihre Werke darstellen und präsentieren, sondern auch verkaufen. Damit bietet sich eine Möglichkeit, bekannter zu werden. Ganz anders als herkömmliche soziale Netzwerke setzt Vero hier nicht auf klassische Werbung, sondern auf eigenen Content der Kreativen und das Interesse der anderen Nutzer.

In einem Absatz: Das ist Vero

Vero ist vor allem ein inhaltsbasiertes Netzwerk für Menschen mit kulturellem Interesse. Bücher, Musik, Filme, Internetseiten, Orte und weiteres werden nach selbst gewählten Privatsphäre-Einstellungen veröffentlicht und in Sammlungen arrangiert. Damit bietet sich Vero insbesondere für unbekanntere Künstler und kleinere Marken an, die Fuß fassen und sich selbst einer größeren Öffentlichkeit zeigen möchten, oder für Menschen, die gerne Neues kennen lernen oder sich mit anderen darüber austauschen wollen.

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