UMTS-Flatrate© ktsdesign / Fotolia.com

WAP: So surfte man früher mobil

Zu Zeiten, als Handydisplays noch kompakter und schwarz-weiß und mobiles Internet noch langsam war, führte man eine ganz spezielle Technik ein: WAP-Handys sollten auch Nutzern ohne eine gute Internetanbindung die Nutzung von mobilen Inhalten möglich machen. Vor allem Nokia hat an dieser Stelle eine Pionierrolle eingenommen.

Die Abkürzung WAP steht für Wireless Application Protokoll und findet sich immer mal wieder in Beschreibungen von Handys und Smartphones. Denn genau dafür wurde WAP entwickelt: Um Inhalte aus dem Internet schnell und einfach auch auf leistungsschwächeren Smartphones anzuzeigen. WAP-Seiten sind grundsätzlich sehr textlastig und haben meist nur einfache Menüs oder Grafiken aufzuweisen. So konnte man über WAP Seiten etwas schneller als mit GPRS laden.

Darüber hinaus ist es möglich, mit WAP-Billing digitale Inhalte für das Handy über die Mobilfunkrechnung zu kaufen. Das können zum Beispiel Spiele, Hintergrundbilder oder Klingeltöne sein.

WAP – der mobile Bruder von HTML

WAP-Seiten sehen also grundsätzlich normalen Internetseiten ähnlich. Trotzdem werden die Inhalte der WAP-Seiten nicht über HTML kodiert, sondern mittels WML, was für Wireless Markup Language steht. Vom Grundgedanken her ähneln sich die beiden Sprachen jedoch sehr. Programmiert werden kann die Seite bereits ganz einfach mit einem Texteditor.

WAP der ersten und zweiten Generation

WAP brachte man bereits 1997 auf den Markt, obwohl die Technik noch nicht ganz aus den Kinderschuhen herausgewachsen war. Erst mit der ersten und zweiten Überarbeitung kamen schließlich auch Geräte in die Läden, welche WAP-fähig waren. Um mit WAP 1.0 Seiten anzeigen zu können, mussten diese speziell für WAP umgeschrieben werden. Ansonsten konnte die Seite nicht angezeigt werden. Mit WAP 2.0 wurde schließlich auch das Aufrufen von http-Seiten möglich.

WAP spielt keine Rolle mehr

WAP gehört in der heutigen Zeit zu den Dinosauriern des mobilen Internet. Es folgten das deutlich schnellere HSPA-Verfahren, das mit Mobilfunkstandard UMTS (3G) bekannt wurde. Mit den höheren Geschwindigkeiten können Nutzer nun auch unterwegs HTML-Seiten aufrufen. Mit LTE (5G) kam das mobile Highspeed-Internet mit dem sich teilweise schneller als zu Hause surfen lässt.

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